Pololo: 15 Jahre natürlich zu Fuß

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Was wie einem Wunschtraum entsprungen klingt, ist für Pololo wahr geworden: Beim gemeinsamen Abendessen beschlossen die Mütter Franziska Kuntze und Verena Carney, ihre eigene Firma für Kinderschuhe zu gründen. Heute umfasst das Sortiment über 100 Modelle, die an mehr als 800 Fachgeschäfte und Handelspartner in Europa, den USA und Asien vertrieben werden.

Dass das Unternehmen einmal so anwachsen und sie über 20 Mitarbeiter um sich scharen würden, hätten Kuntze und Carney vor 15 Jahren nicht gedacht. Der Beschluss, sich selbstständig zu machen, gründete damals auf dem Mangel an vorhandenen Produkten, die ihren Vorstellungen genügten. Bequem und weich, ansprechend gestaltet sowie ökologisch und fair produziert sollte ihr idealer Kinderschuh sein.

Hohe Maßstäbe

Transparenz und beste Materialauswahl nahmen von Anfang an einen hohen Stellenwert ein. Mit der privaten Nähmaschine entstand im Keller von Carney die erste Kollektion – aus sechs verschiedenen Motiven, die Kuntze auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin-Zehlendorf verkaufte. Die gute Resonanz machte den Gründerinnen Mut, sodass auf der Internationalen Naturtextilmesse die erste Präsentation vor Fachpublikum folgte. Im Herbst 2003 zogen erste Pololo-Schuhe in die Regale des Fachhandels ein.

Die hohen Anforderungen, die die beiden an sich selbst stellten, zahlten sich bald aus: 2004 zeichnete Greenpeace das Modell Wal Moby als „besonders ökologisch und sozial verträgliches Produkt“ aus. Seit März 2012 ist Pololo nach dem strengen Standard IVN-Naturleder zertifiziert. Im gleichen Jahr erhielt das Unternehmen das Siegel „Allergikerfreundlich/Qualitätsgeprüft“ der Europäischen Stiftung für Allergieforschung, zudem trägt ein Teil des Sortiments das ZertifikatBioKreis“.

Öko aus Prinzip

Grundsätzlich werden die „Pololos“ aus pflanzlich gegerbtem, pestizidfreiem Nappaleder gefertigt. Da sie ohne Beschichtung bleiben, sind sie besonders weich und atmungsaktiv – ideal also, um zarte Kinderfüße flexibel zu stützen. Hergestellt werden sie nicht mehr in der Berliner Kellerwerkstatt, sondern in einer Manufaktur im fränkischen Oberreichenbach bei Herzogenaurach. Eine ehemalige Puma-Halle wurde hier unter der Leitung von Carney zur kleinen Manufaktur umgebaut. Außerdem gibt es einen Kooperationspartner in Alicante/Spanien, der die Kollektion Mini & Maxi nach den Designs und Standards der beiden Gründerinnen fertigt.

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